Keine Angst vor dem Schlaflabor
Nächte ohne Erholung – ein Fall für das Schlaflabor
Stellen wir uns vor, eine Person leidet seit mehreren Monaten unter nicht erholsamem Schlaf. Morgens fühlt sie sich dauerhaft gerädert, tagsüber treten starke Müdigkeit und Konzentrationsstörungen auf. Die Hausärztin vermutet eine Schlafstörung, etwa eine obstruktive Schlafapnoe, bei der es nachts zu Atemaussetzern kommt. Um dies sicher abzuklären, ist eine Untersuchung in einer spezialisierten Einrichtung erforderlich. Deshalb erfolgt die Überweisung in ein Schlaflabor.
Was passiert in einem Schlaflabor?
Ein Schlaflabor ist meist Teil einer Klinik oder eines schlafmedizinischen Zentrums. Dort arbeitet häufig ein interdisziplinäres Team, unter anderem aus Schlafmedizin, innerer Medizin, Neurologie und weiteren Fachrichtungen zusammen. Ziel ist es, die Ursache der Schlafstörung präzise zu diagnostizieren.
Die Untersuchung im Schlaflabor
Vor der eigentlichen Untersuchung erhalten Betroffene häufig zunächst ein kleines Messgerät für eine Voruntersuchung zu Hause. Zeigen sich dabei Auffälligkeiten, folgt eine Untersuchung im Schlaflabor, die meist ein bis zwei Nächte dauert.
Nach der Untersuchung
Wissenswertes rund um Schlafstörungen
- Schätzungsweise 6 bis 10 % der Menschen in Deutschland leiden an behandlungsbedürftigen Ein‑ oder Durchschlafstörungen.
- Schlafmediziner unterscheiden heute über 50 verschiedene Schlafstörungen.
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Von chronischem Schlafmangel spricht man häufig, wenn über längere Zeit deutlich weniger als der individuelle Schlafbedarf erreicht wird (z. B. unter etwa 6 Stunden pro Nacht).
- Der Orthos‑Schlafreport zeigt: 42,6 % der Betroffenen leiden unter Tagesmüdigkeit, 31,9 % fühlen sich müde und schlapp, 6 % berichten über Sekundenschlaf.
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Andauernde Schlafstörungen werden langfristig mit einem erhöhten Risiko für Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen, psychische Erkrankungen und Stoffwechselstörungen in Verbindung gebracht.
- In Deutschland gibt es über 300 Schlaflabore, gelistet bei der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM).




