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Keine Angst vor dem Schlaflabor

Ein Schlaflabor ist eine spezialisierte Einrichtung zur Untersuchung und Diagnose von Schlafstörungen, zum Beispiel der obstruktiven Schlafapnoe. Dort wird überprüft, warum der Schlaf dauerhaft nicht erholsam ist. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass ein Aufenthalt im Schlaflabor in der Regel unproblematisch ist und keinen besonderen Grund zur Sorge darstellt.
 

Nächte ohne Erholung – ein Fall für das Schlaflabor

Stellen wir uns vor, eine Person leidet seit mehreren Monaten unter nicht erholsamem Schlaf. Morgens fühlt sie sich dauerhaft gerädert, tagsüber treten starke Müdigkeit und Konzentrationsstörungen auf. Die Hausärztin vermutet eine Schlafstörung, etwa eine obstruktive Schlafapnoe, bei der es nachts zu Atemaussetzern kommt. Um dies sicher abzuklären, ist eine Untersuchung in einer spezialisierten Einrichtung erforderlich. Deshalb erfolgt die Überweisung in ein Schlaflabor.

Was passiert in einem Schlaflabor?

Ein Schlaflabor ist meist Teil einer Klinik oder eines schlafmedizinischen Zentrums. Dort arbeitet häufig ein interdisziplinäres Team, unter anderem aus Schlafmedizin, innerer Medizin, Neurologie und weiteren Fachrichtungen zusammen. Ziel ist es, die Ursache der Schlafstörung präzise zu diagnostizieren.

Die Untersuchung im Schlaflabor

Vor der eigentlichen Untersuchung erhalten Betroffene häufig zunächst ein kleines Messgerät für eine Voruntersuchung zu Hause. Zeigen sich dabei Auffälligkeiten, folgt eine Untersuchung im Schlaflabor, die meist ein bis zwei Nächte dauert.

Die Übernachtung ist in vielen Schlaflaboren ruhig und patientenfreundlich gestaltet und unterscheidet sich deutlich von einer klassischen Klinikstation. Die Zimmer sind ruhig und wohnlich eingerichtet. Am Abend werden Sensoren angebracht, die während der Nacht verschiedene Körperfunktionen aufzeichnen. Dazu gehören unter anderem Hirnströme, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung, Augenbewegungen und Muskelaktivität. In bestimmten Fällen kommen zusätzlich Audio‑ oder Videoaufzeichnungen zum Einsatz.

Nach der Untersuchung

Nach der Untersuchung werden die aufgezeichneten Daten ärztlich ausgewertet. Die Ergebnisse geben Aufschluss darüber, ob eine Schlafstörung vorliegt und wie ausgeprägt sie ist. Die Befunde werden ärztlich erklärt und dienen als Grundlage für das weitere Vorgehen. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt vom individuellen Ergebnis der Untersuchung ab.

Wissenswertes rund um Schlafstörungen

  • Schätzungsweise 6 bis 10 % der Menschen in Deutschland leiden an behandlungsbedürftigen Ein‑ oder Durchschlafstörungen.
  • Schlafmediziner unterscheiden heute über 50 verschiedene Schlafstörungen.
  • Von chronischem Schlafmangel spricht man häufig, wenn über längere Zeit deutlich weniger als der individuelle Schlafbedarf erreicht wird (z. B. unter etwa 6 Stunden pro Nacht).
  • Der Orthos‑Schlafreport zeigt: 42,6 % der Betroffenen leiden unter Tagesmüdigkeit, 31,9 % fühlen sich müde und schlapp, 6 % berichten über Sekundenschlaf.
  • Andauernde Schlafstörungen werden langfristig mit einem erhöhten Risiko für Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen, psychische Erkrankungen und Stoffwechselstörungen in Verbindung gebracht.
  • In Deutschland gibt es über 300 Schlaflabore, gelistet bei der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM).